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4 Tipps für eine erfolgreiche Markenführung in der Krise

Tipp 3: Passen Sie Ihr Angebot an


Ich meine damit: Analysieren Sie die gegebene Situation, ziehen Sie Ihre Schlüsse und entwickeln Sie Alternativen, Modifikationen oder sogar ein neues (Teil-)Angebot.


Schauen Sie sich Ihre Markenpositionierung an. Funktioniert die noch so, wie Sie sie formuliert haben oder braucht es eine Anpassung? Wenn nötig, passen Sie Ihre Positionierung an, diversifizieren Sie sie und schaffen sich damit eine verbesserte Ausgangsbasis für die Zeit nach Corona.




Digitalisierung schafft Flexibilität


Insbesondere im Bereich der Digitalisierung erleben wir seit Corona einen wahren Schub. Der Lockdown und die daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen im Frühjahr 2020 haben zu einem Umdenken und einer Digitalisierungswelle in den Unternehmen beigetragen. Mit dem Ergebnis, dass verstärkt auf Home-Office-Konzepte gesetzt wird und flexible Arbeitsmodelle möglich werden.


Und die Unternehmen sehen, dass Home-Office nicht nur funktioniert, eine deutliche Effizienzsteigerung wird sichtbar. Es ist also damit zu rechnen, dass die "Krisen-Modelle" ihre Berechtigung auch nach der Krise haben werden. Denn eines sollte uns allen klar sein: So, wie es vor Corona war, wird es nicht mehr werden!


Modifikation des Angebots


Die Gastronomen bei uns im Ort agieren in Zeiten der Corona-Lockdowns sehr unterschiedlich. Die einen machen gar nichts, igeln sich ein, geben sich ihrem Schicksal hin und versuchen die Kosten auf ein Minimum zu drücken. Die anderen machen das, was nahe liegt: einen Abhol- / Lieferservice für einen Teil ihrer Gerichte. Und die dritte Gruppe passt ihr Geschäftsmodell an oder erfindet sich neu. Zumindest halb. Oder sie nimmt eine Leistung und etabliert diese leicht abgewandelt neu.


Wir haben ein Gasthaus, das ist bekannt für seine überragenden Cocktails. Als der erste Lockdown im Frühjahr kam, stellt sich die Frage: Was tun? Wie der Großteil der anderen einen Abholservice für Essen anbieten? Die Wirtin hat damals auf meinen Rat hin ganz auf die Karte "Cocktails to go" gesetzt. Mit Erfolg! Das neue Angebot kam so gut bei den Kunden an, dass es auch nach dem Lockdown weiterhin bestehend bleibt. Die neuesten Überlegungen gehen in Richtung "Warmgetränk to go" für den Winter - es bleibt spannend ...


Oder unser Fitness Studio vor Ort. Von einem Tag auf den anderen konnten die Leute nicht mehr zum Training kommen. Für die Inhaber bedeutete es Umsatzeinbußen. Für die Leute die fehlende Trainingsroutine. Also ging das Studio hin und bot Online Fitness an. Jeden Tag. Unterschiedliche Programme. Das mag nicht revolutionär gewesen sei, aber es half den Kunden, denn sie hatten die Möglichkeit, zu Hause zu trainieren.


Fazit


Ein Pauschalrezept für den Umgang mit der aktuellen Krise gibt es nicht. Dennoch müssen in den Unternehmen jetzt die Weichen gestellt werden, um auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit abzusichern. Dafür ist es teilweise notwendig, auch einige Maßnahmen umzusetzen, die vordergründig unpopulär erscheinen. Es wird nötig sein, bestimmte Risiken einzugehen. Trotzdem sollte Sie versuchen, alle Entscheidungen, die Sie treffen, abzusichern, z. B. durch Marktanalysen oder Feedback aus der Zielgruppe.


Wichtig ist bei allem, was eine Marke in dieser Zeit tut, dass sie sich Gedanken macht über die Bedürfnisse und die Situation der Zielgruppe. Das ist umso wichtiger, weil Corona uns allen viel abverlangt.



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Thorsten Czerwinski,
Berater für Markenführung
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Thorsten Czerwinski
  • 50 Jahre, verheirat, zwei Kinder
  • wohnhaft in Bad Endorf, Bayern
  • gebürtiger Dortmunder und Freund des BVB
  • leidenschaftlicher Bergsteiger und Mountainbiker
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